Dienstag, 8. Mai 2007

Verbraucherinformationen

Da habe ich mich vor nicht all zu langer Zeit noch über Werbung im Internet aufgeregt, und schon hab ich selber welche. Da oben, direkt über diesem Post. Jedenfalls so lange dieser Post der neueste ist. Oben, jedenfalls.
Und alles nur weil mich bei diesem Bericht die Gier gepackt hat, und ich auch knappe 3 Euro im Monat einnehmen will ohne wirklichen Arbeitsaufwand. Dann kann ich in zukünftige Lebensläufe auch eintragen dass ich nebenbei als Blogger arbeite - oder besser noch, als "freier Journalist". Ich bin halt jung und brauche das Geld.
Dass ich dabei das Monopol das sich Google nennt fördere ist mir relativ egal, reich werden die ja sowieso, da kann ich mir auch ein Stück vom Kuchen abschneiden. Und etwas Gutes tu ich damit auch, schließlich trage ich dazu bei Konkurrenz für Microsoft zu schaffen... Google dehnt sich ja in zig Sektoren aus, irgendwann machen die bestimmt auch Betriebssysteme. Und dann wissen sie eben schon welche Webseiten ich besuche wenn ich sie in meinen Browser tippe, und nicht erst wenn sie meine Suchergebnisse analysieren. Wer ich bin und wo ich wohne wissen sie ohnehin allerspätestens seit meiner Anmeldung bei AdSense. Aber ich ziehe es vor dass Google meine Schritte im Internet verfolgt, statt dass der Herr Schäuble seine Nase in meinen PC steckt und die Inhalte meiner Festplatte durchschnüffelt.
Aber ich bin ja im Herzen Kapitalist, da fördere ich lieber den Überwachungsstaat durch Firmen als den durch die Regierung. Die machen wenigstens kein Geheimnis daraus dass ihnen alles egal ist, so lange sie jede Menge Kohle machen. Das ist immerhin ehrlich.
Und wer weiß, vielleicht verdiene ich durch meinen Blog irgendwann so viel, dass ich mir die Kanzlerschaft kaufen kann. Oder eine McDonalds-Filiale. Die ersten 16 Cent hätte ich schon verdient. Zwar amerikanische Cent, aber bis ich die 100 Mäuse zusammen habe damit ich mir den Kram auszahlen lassen kann hat der Dollarkurs ja noch Zeit zu steigen. Viel Zeit.

Sonntag, 6. Mai 2007

Die Meise mit dem Vogel

Soeben hatte ich einen Vogel. Genauer, eine Meise. Und zwar hatte ich die nicht nur irgendwie, ich hatte sie am Kellerfenster.
Die Kellerfenster liegen komplett unterirdisch, vor ihnen ist etwa ein halber Quadratmeter frei (sehr grob geschätzt), dann Stein. Das wäre an und für sich nichts ungewöhnliches, da müsste so ein Vogel sich einfach reinfallen lassen und kurz vor dem Boden abfangen, beziehungsweise senkrecht nach oben fliegen um weg vom Fenster zu sein. Allerdings befindet sich über dem gemauerten Kram vor dem Fenster noch ein Gitter, dessen Löcher zum Einen nicht wirklich meisenförmig sind (würde ja auch niemand kaufen wollen), zum Anderen vom reinen Augenmaß für eine Meise zu klein sind. Ich würde jedenfalls nicht versuchen, da eine Meise durchzudrücken, aus Angst am Ende zwei davon zu haben - also zwei halbe.
Das schien den Vogel allerdings nicht zu stören, der ist zweimal unbeschadet durch das Gitter gekommen. Das Durchquetschen kann ich mir noch einigermaßen erklären, auf dem Weg nach unten haben ihm da wohl Schwerkraft und Eigenbeschleunigung zu gleichen Teilen geholfen. Aber wie das auf dem Weg nach oben geklappt haben soll, ist mir ein Rätsel. Das Tier musste immerhin senkrecht nach oben starten, hatte nur einige wenige Flügelschläge bis es das Gitter erreicht hat, musste dann im Flug die Flügel einziehen und schon genügend Geschwindigkeit aufgebaut haben um durch das Gitter zu kommen.
Also wenn ich mir das erzählen würde, ich würde es mir nicht glauben, wenn ich es nicht selbst gesehen hätte.

Donnerstag, 3. Mai 2007

Die Russen kommen!

Im Zuge der im letzten Beitrag erwähnten Etikettierung meiner früheren Posts, stieß ich auf diesen alten Eintrag, und konnte natürlich nicht umhin, noch einmal zu überprüfen ob mein Blog in China lesbar ist. Natürlich habe ich mehrfach getestet, gestern einige Male und heute auch, nur um sicher zu gehen, das Ergebnis blieb aber stets gleich:

Ich muss zugeben, ich bin schon ein bisschen stolz.

Mittwoch, 2. Mai 2007

Etikettierung

Im sicheren Wissen dass ich in einem zukünftigen Post wieder einmal auf vorherige Posts werde verlinken wollen, und im ebenso sicheren Wissen dass das Auffinden selbiger Posts mit steigender Zahl von Posts hier im Blog linear ansteigend zeitaufwendiger werden würde (womit ich bewiesen hätte dass ich mindestens einmal in Mathe aufgepasst habe), habe ich mir soeben die Mühe gemacht, meine älteren Beiträge mit Labels zu versehen, wie ich es auch mit allen zukünftigen tun werden.
Sieben verschiedene Labels habe ich verteilt, alle unter diesem Post zu besichtigen - zumindest in der Theorie. Warum die Dinger nicht angezeigt werden ist mir schleierhaft, eingetragen sind sie jedenfalls.

Dienstag, 1. Mai 2007

Zeitlos

Im vorletzten Beitrag habe ich mich, der eine oder andere mag sich daran erinnern, als technophil bezeichnet. Ich kann das nur wiederholen und bekräftigen, und ein Beispiel erwähnen dass mir in besagtem Post nicht eingefallen ist: Uhren.
Jedenfalls kann ich mir nicht vorstellen, am Stand der Sonne abzulesen wie spät es ist. Dann würde ich doch andauernd zu spät zu Verabredungen kommen, die Nachrichten im Fernsehen verpassen, verschlafen ohne auch nur die Möglichkeit den Wecker nicht zu hören, oder Eier zu lange kochen. Gut, letzteres ist wohl etwas weit hergeholt weil ich - rein statistisch - ungefähr einmal alle zwanzig Jahre Eier koche, aber ich denke es wird klar worauf ich hinaus will.
Also zurück zu den Eiern. Nein, den Uhren.
Die Abhängigkeit von Uhren wird immer wieder deutlich, wenn man sie einmal nicht verwenden kann. Etwa wenn die Batterie leer ist, oder das Uhrenarmband reißt. Noch schlimmer, wenn das Armband mehrfach reißt, so dass das hastig darum herum gewickelte Isolierband keine Bruchstellen mehr sichert, sondern stellenweise alles ist was die Uhr am Arm hält. An meiner Armbanduhr (digital, tauchfähig bis 200m, Countdown, Stopuhr und Wecker inklusive) ist genau das passiert. Und zwar nicht durch äußere Umstände, oder starke Gewalteinwirkung. Nein, diese speziellen Armbänder von Casio haben anscheinend eine Sollbruchstelle, die dafür sorgt dass das Armband nach etwa einem Jahr brüchig wird und schließlich auseinanderfällt. Wenn das beim dritten (identischen) Armband in Folge passiert, an exakt derselben Stelle, kann man wohl nicht mehr von Zufall ausgehen. Aber egal, es dauert ohnehin immer viel zu lange das Armband wechseln zu lassen. Nur logisch dass es zwei Wochen (oder mehr) dauert, um ein Armband aus dem Lager - das sich ungefähr drei Stadtteile weiter befindet - in den Laden zu schicken, und dann noch einmal so lange um es auszuwechseln.
Schlecht für die lokale Armbandwechselindustrie, dass Aldi Armbänder zum halben Preis verkauft, und mein Vater keine zwei Minuten braucht um selbige auszutauschen, ich musste also nicht lange ohne Armbanduhr unterwegs sein - die kurze Zeit war aber schlimm genug. Nicht nur, dass ich ständig versuchte von meinem Arm die Uhrzeit abzulesen, nein, da war auch noch das fehlende Gewicht an eben jenem Arm (sicherlich einhergehend mit gewaltigen Gleichgewichtsproblemen die ich komplett unterbewusst ausgeglichen habe), und der ständige Versuch die Uhr durch schnelles Schütteln des Handgelenks in eine angenehmere Lage zu drehen. Der Mediziner würde das wohl Phantomschmerz nennen.
Meine alte Armbanduhr (und "alt" meine ich hier nicht nur im Sinne von "vorherige", sondern tatsächlich im eigentlichen Wortsinn, denn die hat mindestens 12 Jahre auf dem Buckel), könnte mich jetzt jedoch zu ungeahntem Reichtum führen. Zwar ist deren Armband seinerzeit auch einmal gerissen, mittlerweile auch die Halterung eben jenes Armbands (weswegen meine "neue" Uhr einspringen musste), aber trotz aller anderen Fehler hat sie bisher immer verlässlich die Zeit angezeigt. Eine falsche Zeit, weil sie über die Jahre insgesamt 45 Minuten verloren hat, aber die konnte man in Gedanken addieren, und dann machte das auch nichts.
Als ich vor weniger als zwei Stunden endlich einmal die Zeit richtig stellen wollte, ist die Uhr jedenfalls stehen geblieben. An und für sich nicht spektakulär, wäre sie nicht, genau wie ihr Nachfolger, eine Digitaluhr. Seit bald zwei Stunden steht sie jetzt also, kein Knopf reagiert mehr, und die Batterien dürften (das hat die Erfahrung gezeigt) noch das eine oder andere Jahr halten. An wen wendet man sich denn, mit der ersten stehen gebliebenen Digitaluhr aller Zeiten? An den Hersteller? DieBundesregierung? Die Bildzeitung?
Ich könnte sie auch einfach ins Fotoalbum kleben, oder einrahmen und an die Wand hängen. Oder ich funktioniere sie doch zur Sonnenuhr um, die Batterien meiner neuen Armbanduhr dürften wohl immerhin geringfügig eher ausfallen als die Sonne, und dann würde ich zumindest die Nachrichten nicht verpassen - wenn nicht gerade Winter ist.